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Ratgeber · 03

Wie komme ich bei Google auf die Karte?

Bei jeder lokalen Suche zeigt Google zuerst die Karte. Wer dort nicht steht, wird deutlich seltener gefunden — egal wie gut die Website ist.

Kurz gesagt

Du brauchst ein Google-Unternehmensprofil, vollständig ausgefüllt und regelmäßig gepflegt. Es kostet nichts und wirkt bei lokalen Betrieben stärker als fast alles andere.

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Die anderen Treffer bleiben hier bewusst unlesbar — es geht nicht darum, jemanden zu verdrängen, sondern überhaupt auf der Karte zu stehen.

Warum die Karte vor den Webseiten kommt

Such einmal selbst nach deinem Gewerbe plus deinem Stadtteil. Ganz oben steht ein Kartenausschnitt mit drei Betrieben — erst darunter fangen die Webseiten an.

Die meisten Leute klicken auf einen dieser drei. Wer dort nicht auftaucht, konkurriert um die Aufmerksamkeit, die übrig bleibt.

Einrichten: die ersten Schritte

Das Profil heißt Google Unternehmensprofil und ist kostenlos. Du legst es mit einem Google-Konto an — nimm eins, auf das du dauerhaft Zugriff hast, nicht die Adresse eines Mitarbeiters.

Danach musst du bestätigen, dass es dich wirklich gibt. Je nach Branche geht das per Postkarte an deine Adresse, per Video oder per Telefon. Das dauert ein paar Tage und ist der Schritt, an dem die meisten hängen bleiben.

Die Felder, die wirklich zählen

Nicht alle Angaben wirken gleich stark. Diese entscheiden:

  • Die Hauptkategorie. Sie steuert, bei welchen Suchen du überhaupt erscheinst — hier falsch abbiegen kostet dich mehr als alles andere.
  • Name, Adresse, Telefonnummer. Überall identisch geschrieben, auch auf deiner Website und in anderen Verzeichnissen.
  • Öffnungszeiten, inklusive Feiertagen. Falsche Zeiten sind der schnellste Weg zu einer schlechten Bewertung.
  • Leistungen und Merkmale: Barrierefrei, Terminbuchung, Kartenzahlung. Danach wird tatsächlich gefiltert.

Fotos: welche und wie viele

Mindestens zehn, und keine davon unscharf. Außenansicht, damit man dich findet. Innenansicht, damit man weiß, worauf man sich einlässt. Und die Arbeit selbst.

Handyfotos bei Tageslicht sind völlig ausreichend. Was nicht funktioniert: Kunstlicht am Abend, schiefe Winkel und Bilder, auf denen man nichts erkennt.

Bewertungen, ohne zu betteln

Der wirksamste Weg ist der direkteste: zufriedene Kunden fragen, im Moment der Zufriedenheit, mit einem Link, den man antippt. Google stellt dafür einen kurzen Link bereit.

Auf schlechte Bewertungen antwortest du sachlich, kurz und ohne dich zu rechtfertigen. Nicht für den, der sie geschrieben hat — für die zwanzig, die sie danach lesen.

Was die Platzierung bestimmt — und was nicht

Google nennt drei Faktoren: Nähe zum Suchenden, Übereinstimmung mit der Suche, Bekanntheit. Die Nähe kannst du nicht ändern, die anderen beiden schon.

Wer dir eine feste Platzierung verspricht, verkauft dir Luft. Was du steuern kannst, ist Vollständigkeit, Aktualität und Bewertungen — und das reicht bei den meisten Mitbewerbern völlig aus, weil die genau das nicht tun.

Der häufigste Fehler

Einmal anlegen, nie wieder anfassen. Ein Profil, das seit zwei Jahren keinen Beitrag und kein neues Foto gesehen hat, rutscht nach unten.

Einmal im Monat zehn Minuten reichen: ein Foto, ein kurzer Beitrag, Antworten auf neue Bewertungen. Mehr braucht es nicht.

Häufige Fragen
Wie lange dauert die Bestätigung?

Per Postkarte meist fünf bis vierzehn Tage, per Video oft innerhalb weniger Tage. Bis dahin ist das Profil angelegt, aber noch nicht öffentlich sichtbar.

Ich habe zwei Standorte — brauche ich zwei Profile?

Ja, je Standort ein eigenes Profil mit eigener Adresse und eigenen Öffnungszeiten. Zusammenlegen führt dazu, dass du an beiden Orten schlechter gefunden wirst.

Kann ich eine schlechte Bewertung löschen lassen?

Nur wenn sie gegen Googles Richtlinien verstößt, etwa bei Beleidigungen oder offensichtlich falschen Angaben. Schlecht allein reicht nicht — und eine sachliche Antwort wirkt ohnehin besser als eine Löschung.

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Geschrieben von Florenz Hardt, Berlin. Wenn etwas davon nicht mehr stimmt, sag mir Bescheid — ich halte die Texte aktuell.